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Über uns

Was ist Schwelm-Cleanup?

Schwelm-Cleanup ist eine Privatinitiative, die sich der vielfältigen Themen der Nachhaltigkeit annimmt. Wir packen an, klären aber auch auf. Unser Schwerpunkt liegt auf den Nachhaltigkeitszielen (SDG) 11, 12, 13, 14 und 15:

Wie fing es an?

Angefangen hat alles im April 2021, als Veronika Nagata den wilden Müll nicht länger ignorieren konnte. Sie nahm die Salatzange in die Hand und ging auf die Jagd nach herumliegendem Müll. Erst beutelweise, dann säckeweise Müll wurde eingesammelt und bei Facebook darüber gepostet. Die Resonanz auf die Beiträge war überraschend groß, es fanden sich viele, denen das Müllproblem ebenfalls sauer aufstieß und so dauerte es nicht lange, bis die Privatinitiative Schwelm-Cleanup ins Leben gerufen war.

Vom Müllspaziergang zum Routine-Cleanup

Was als private Müllspaziergänge begann, fand schnell Anhänger und entwickelte sich schließlich zu geplanten, monatlichen Cleanups im Raum Schwelm.

2021 fanden seit April 8 größere Cleanup-Aktionen in Schwelm und Umgebung statt. Zahlreiche ehrenamtliche Helfer*innen packten dabei mit an!

Die Cleanup-Bilanz für 2021 findest du hier…

2 Cleanups pro Monat seit 2022

Ein Cleanup pro Monat hielten wir für zu wenig, zumal der Müll nicht weniger wurde. Daher beschlossen wir, die Anzahl der Müllsammelrunden zu verdoppeln und mussten leider feststellen, dass jedes Mal etliche Säcke an wildem Müll zusammenkamen. Insbesondere dem Hallenbadparkplatz merkte man das Mehr an Aufmerksamkeit an, es sah sauberer und ordentlicher aus. Dies bestätigten auch die Technischen Betriebe Schwelm (TBS).

Kernteam von 7 Freiwilligen

Einige der Mithelfer:innen begleiten die Cleanups schon seit dem Start, andere kamen später dazu. Mittlerweile hat sich ein Kernteam von 7 Personen herauskristallisiert, die sich regelmäßig aktiv einbringen und dabei helfen, unsere Stadt Schwelm etwas sauberer zu machen. Dass das Beseitigen von wildem Müll nicht nur Spaß macht, sondern auch den persönlichen Horizont erweitert, können die Team-Mitglieder durchweg bestätigen. Sie alle haben schon kurz nach ihren ersten Müllsammelaktionen ihre „Müllblindheit“ dauerhaft verloren.

3 Tonnen-Grenze überschritten

2023 überschritt die Gesamtmenge des bei den Cleanups eingesammeltem Mülls erstmals die 3-Tonnen-Grenze. Mittlerweile (Stand Juli 2024) sind 3,8 Tonnen Müllgewicht erreicht.

Müllsammeln allein reicht nicht aus

Natürlich kann das Müllsammeln nicht die Lösung des zugrunde liegenden Problems sein. Um dieses an der Wurzel zu packen, bedarf es der Aufklärung über das Was, Wie und Warum.

  • Was sind die Ursachen für wilden Müll?
  • Welche Konsequenzen hat der Müll für die Umwelt?
  • Warum wurde er nicht ordnungsgemäß entsorgt?
  • Wie sieht die Entsorgungs-Infrastruktur vor Ort aus? Reicht sie aus, um den Bedarf zu decken?
  • Was muss geändert werden, um das Problem zu lösen?

Müll ist nur ein Symptom

Das Thema Nachhaltigkeit hat unzählige Facetten, die sich auf das tägliche Konsumverhalten jedes einzelnen Menschen auswirken (s. hierzu https://sdgs.un.org/goals). Wilder Müll, und überhaupt das Müllvolumen, ist nur eine der zahlreichen Konsequenzen des menschlichen Konsumverhaltens. Um zu verstehen, was hinter dem Müll steckt, muss man das Konsumverhalten der Menschen genauer betrachten.

  • Wie und was wird eingekauft/konsumiert und warum?
  • Gibt es umweltfreundliche/nachhaltige Alternativen?
  • Können diese vor Ort angeboten werden?
  • Wie kann man das möglich machen?
  • Was muss im Einzelnen geändert werden, um die negativen Auswirkungen des Konsumverhaltens auf die Umwelt zu reduzieren?

Harald Lesch:
„Warum tun wir nicht was wir sollten?“

https://youtu.be/MTbhCndKbTM

Lösungswege finden

Ein konstruktiver Austausch zwischen Bürgern, Stadtverwaltung, Politik und ansässigen Unternehmen ist unabdingbar, um zeitnah umsetzbare Lösungsansätze zu finden. Für jede*n Einzelne*n ist es wichtig, selber aktiv zu werden, statt mit Scheuklappen durch die Welt zu gehen.
Das ist unbequem und oft mit tiefgreifenden Umstellungen verbunden – aber nötig!

Nur so kann eine gemeinsame Annäherung an das Klimaziel 2030 stattfinden. Nur so können in absehbarer Zeit Probleme gelöst werden, die sich durch Verdrängung bis dato angehäuft haben. Ein Individuum alleine mag nicht viel bewirken können. Wenn aber möglichst viele von uns an einem Strang ziehen, können wir effektiv Dinge bewegen.
Die Privatinitiative Schwelm-Cleanup möchte genau das erreichen: die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf Schwachstellen lenken und einen Lösungsprozess anregen.
Cleanup-Aktionen und die Sensibilisierung zum Thema Konsumverhalten sind in diesem Spektrum nur ein winzig kleiner, aber für alle leicht umzusetzender Beitrag.